Bildungseinrichtungen im Lande Bremen, die mit dem Sprachenlernen befasst sind, haben sich am 9. März 2004 zum

"runden tisch sprachen bremen"

zusammengeschlossen. Ziel war es, Bremen und Bremerhaven als Region der Mehrsprachigkeit auszubauen, Gespräche über die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen in der globalen Welt zu intensivieren und Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn es um Fragen rund um Fremdsprachen und das Lernen von Sprachen geht.

Zur weiteren Verfolgung dieser Ziele hat sich am 26.9.2009, dem Europäischen Tag der Sprachen, der Sprachenrat Bremen gegründet. Er basiert auf Anregungen von Professor Raasch, der den Sprachenrat Saar gegründet und geleitet hat. Das Ziel ist, durch Einbeziehung anderer an Sprachenlernen interessierter bremischer Institutionen die Basis und die Einflussmöglichkeiten zu verbreitern und den Dialog mit allen Akteuren aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Bildung und Weiterbildung aus Bremen, Bremerhaven und der Nordwestregion zu intensivieren. In diesem Dialog will der Sprachenrat das Wissen über den lebenslangen Prozess der individuellen Entwicklung von Mehrsprachigkeit verbreiten und zum gedeihlichen Zusammenleben von Menschen mit vielfältigen sprachlichen und kulturellen Hintergründen beitragen.

Der Sprachenrat wird an der flächendeckenden Implementierung von epos, der im Lande Bremen entwickelten elektronischen Version des Europäischen Sprachenportfolios, in allen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen arbeiten.

Das Wirken des Sprachenrats soll der Stärkung von Mehrsprachigkeit und Interkulturalität dienen. Er verfolgt das Ziel, Impulse aus der Fremdsprachenforschung sowie der europäischen Sprachenpolitik aufzunehmen und in Bildung, Ausbildung und Weiterbildung einfließen zu lassen. Seine Tätigkeit soll den freien Austausch von Wissen und Meinungen über Fragen des Fremdsprachenlernens in Bremen, Bremerhaven und der Region fördern.

Der Sprachenrat Bremen arbeitet am Aufbau eines Netzwerkes, das Synergien zwischen den verschiedenen Institutionen fördert und zur stärkeren Nutzung von Angeboten wie Sprachlernberatung, Selbstlernzentren und dem Sprachenportfolio führen soll. Der Sprachenrat wird sich in Kooperation mit Wirtschaft und Politik für die Erarbeitung, Bereitstellung und Pflege eines Atlas’ der Ressourcen zum Sprachenlernen in Bremen und der Region einsetzen.

In einem Beschluss vom 1.10.2009 hat die Bremische Bürgerschaft ihre Unterstützung der Arbeit des Sprachenrates zum Ausdruck gebracht und den Senat aufgefordert, in Abstimmung mit dem Sprachenrat ein Konzept für Mehrsprachigkeit in Bremen zu entwickeln und dieses bis Ende 2010 vorzulegen.

Diese Ziele verfolgt der Sprachenrat mit öffentlichen Veranstaltungen, Tagungen und Fach­gesprächen, Arbeitsgruppen und durch Veröffentlichungen.

Die Mitglieder des Sprachenrats werden laufend ergänzt.

Der Sprachenrat Bremen führt mindestens einmal jährlich eine Versammlung aller Mitglieder durch. Am 10.3.2011 wurde der Verein Sprachenrat Bremen beim Amtsgericht Bremen eingetragen. Bei der Gründung bestand der Vorstand aus Dr. Bärbel Kühn als Vorsitzende, Frau Antje Möbus und Dr. Wolfram Sailer als stellvertretende Vorsitzende sowie Frau Françoise Crochot, Frau Myriam Pradillo, Herrn Patrick Scanlon, Herrn Reyhan Savran und Dr. Sabine Uzuner als Beisitzerinnen und Beisitzer.

Hier finden Sie den aktuellen Vorstand und die entsprechenden Kontaktadressen ...

   

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